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Deutschsprachige Religionspädagoginnen der ESWTR

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Wer wir sind:
Unsere Gruppe setzt sich aus wissenschaftlich arbeitenden evangelischen und katholischen Religions­pädagoginnen mehrheitlich aus Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz, Lichtenstein und Kroatien zusam­men, wobei die meisten von uns an Universitäten und Hochschulen arbeiten, aber auch einige in Schule und Gemeinde tätig sind. Seit 1996 treffen wir uns einmal im Jahr zu einem Wochenende, an dem Gelegenheit besteht, eigene Arbeitsprojekte vorzustellen, aktuelle Entwicklungen in der Religions­pädagogik zu diskutieren und über die Situation vor Ort sich auszutauschen. Wir sind offen für interessierte Frauen und freuen uns, wenn zu unseren jährlichen Tagungen immer wieder neue Frauen dazukommen und unsere Arbeit inspirieren.



 

Einladung zur nächsten Jahrestagung vom


23.-25. Februar 2018


im Haus Maria Frieden im Zentrum von Mainz.

sehr herzlich laden wir zu unserer nächsten Jahrestagung vom 17. bis 19. Februar 2018 ins Haus Maria Frieden im Zentrum von Mainz ein. Das Thema der Jahrestagung „Religion/en und Spiritualitäten als Ressource für Identitätsbildung“ wird von Viera Pirker, Stefanie Theis und mir vorbereitet.

Es ist ein spannendes, vielfältiges, hoch aktuelles Thema! Wir würden uns sehr freuen, wenn sich viele von Euch anmelden und wir Euch wiedersehen und auch neue Frauen kennenlernen dürfen.

Neben der Vorstellung von eigenen Forschungsprojekten (hierzu bitte Rückmeldung an mich) wollen wir uns der Frage nach den Ressourcen von Religion/en und Spiritualitäten auseinandersetzen.

Um Anmeldung wird gebeten, spätestens bis zum 5. Januar 2018.

Mit Vorfreude auf das Wiedersehen und besten Grüßen
Viera Pirker, Stefanie Theis und Annegret Reese-Schnitker

 

Tagungsverlauf
Neben den thematischen Arbeitseinheiten gibt es in guter Tradition in diesen Tagen zusätzlich ausreichenden Raum:
  • eigene Projekte/Arbeiten vorzustellen (zunächst Kurzvorstellung im Plenum und anschließend Vertiefung in Kleingruppen),
  • zum informellen Austausch und gemeinsamen Kennenlernen,
  • erneut die Möglichkeit kleine liturgische Elemente gemeinsam zu feiern.
Sollten Sie derzeit mit der Vorbereitung oder Realisierung einer Studie befasst sein, freuen wir uns, wenn Sie Ihre Überlegungen, Erfahrungen und Ergebnisse in Form eines Tagungsbeitrages einbringen könnten. Je nach Inhalt und Struktur Ihres Beitrages und der Zahl der bei mir eingegangenen Rück­meldungen kommen die Präsentationsformen eines kurzen Statements (viertelstündig) oder eines (halbstündiges) Kurzreferates mit jeweils an­schließender Diskussion im Plenum oder in Klein­gruppen in Frage. Ein Programm der Tagung basteln wir erst nach dem Eingehen von Vorschlägen zusam­men. Von denjenigen, die Interesse haben, ihr Projekt vorzustellen, bitte ich um eine umgehende Rück­meldung spätestens bis zum 15. Dezember 2017.

Welche Frau nun Interesse und Lust auf anregenden Austausch unter leibhaftigen feministischen Religions­pädagoginnen bekommen hat, ist herzlich eingeladen, sich zu unserem nächsten Treffen vom 23.2. bis 25.2. 2018 in Mainz verbindlich bis spätestens zum 5. Januar 2018 bei mir anzumelden. (telefonisch, schriftlich oder per Mail Esta dirección de correo electrónico está siendo protegida contra los robots de spam. Necesita tener JavaScript habilitado para poder verlo..

Wer vegetarische Kost wählen möchte, gibt dies bitte bei der Anmeldung an. Die Übernachtungs- und Verpflegungs­kosten von voraussichtlich 150 Euro werden während der Tagung eingesammelt. Die Anmeldung schließt eine Unkostenübernahme bei kurzfristiger Absage mit ein. Einen inhaltlich detaillierten Verlaufsplan und eine Weg­beschreibung werde ich den Frauen, die sich angemeldet haben, rechtzeitig zuschicken.
 
 
 
Unsere gemeinsame Publikation
Vor einigen Jahren haben wir gemeinsam ein Heft der Zeitschrift Religionspädagogische Beiträge mit dem Titel „Religionspädagogik feministisch" gestaltet. In diesem Heft sind wir von der Anregung durch Ina Prätorius ausgegangen, Frauenforschung als eine Methode der Enttrivialisierung zu verstehen. Diesen Ansatz haben wir auf verschiedene Themen und Ebenen feministisch orientierter Religionspädagogik bezogen. Komplettiert wird das Heft durch eine aktuelle Bibliographie zum Bereich feministische Religionspädagogik. (zu beziehen für 12 Euro pro Heft über die Schriftleitung Religions­pädagogische Beiträge:
 
Was wir bisher gemacht haben
Inhaltlich haben wir uns bei unserem Treffen 2000 in Mainz mit dem Ansatz von Annedore Prengel einer "Pädagogik der Vielfalt" auseinandergesetzt, ein in der (feministischen) Pädagogik viel rezipierter und auch um­strittener Ansatz.
Im März 2001 haben wir als An­knüpfung und Weiterführung des Ansatzes von Anne­dore Prengel zu Schlüsselthemen feministischer Religions­pädagogik(z.B. Bildung als Befreiung, Religions­pädagogische Relevanz von Frauen­genealogie, Religiosität in Alltagsvollzügen von Frauen und Mädchen, Zur Relevanz feministisch-theologischer Forschung für die Behandlung der Gottesfrage im RU, Relevanz von kommuni-kativer Kompetenzen für RL, u.a.) gearbeitet.

Auf unserer Jahrestagung 2002 haben wir Konzepte einerReligionspädagogik aus einer beide Geschlechter berücksichtigenden Perspektivediskutiert und zum Erfahrungsbegriff der feministischen Theorien und deren Auswirkung auf die gegenwärtigen religionspädagogischen Debatten gearbeitet.

Auf dem Treffen 2003 wurden verschiedene Forschungsarbeitenvorgestellt: Jugendbilder (Arzt), Eine religions­päda­gogische Theorie und Praxis des Zusammen­lebens im Kindergarten (Habringer-Hagleitner), Talk­shows im Religions­unterricht (Faul-Burbes), Leib-Bildung-Ge­schlecht. Religions­pädagogische Perspek­tiven (Becker), Lehren und Lernen in der Spur des ersten Testamentes (Breitmeier).

Auf der Tagung im Februar 2004 arbeiteten wir zum Thema „Wahrnehmung, Ästhetik und Religions-pädagogik" und haben einzelne Forschungsprojekte kennen gelernt: Gottes-Bilder und religiöse Vor­stellungen von Mädchen und Jungen. Eine vergleichende Studie anhand filmisch dokumentierter Malprozesse (Wied-maier), Zur Reflexion des ge­schlechts­spezi­fischen Zugangs zu Single-Frauen. Bilanzierung der empirischen Ergebnisse und Ausblick (Reese), Geschichte der Kinderbibel (Reents), Die Be­schreibung religiöser Atmosphären in narrativen Interviews als wissenschaftlicher Zugangsweg zur Erforschung der Bedingungen religiöser Lehr-/Lern­prozesse? (Kaupp)

Ein Jahr später (2005) haben wir zum Thema „´Kommunikative Theologie - … und die Frauen?´ Kommuni-kative Theologie ein neuer Ansatz oder Postulate der feministischen Theologie (auch) in männlichem Kontext" (geleitet von Heizer, Kaupp und Kraml) gearbeitet. Außerdem wurden Ergebnisse von aktuellen empirischen Projekten vorgestellt zum Thema „„Interreligiöses Lernen in Rotterdam" (Zonne) und zur Fragestellung „Was zeichnet eine gelungene Religionsstunde aus? Ergebnisse aus einer empirischen Unter-suchung angehender Grundschullehrer/innen!" (Reese).

Im Jahr 2006 wurde das Thema „Religionsunterricht in Europa" bearbeitet und diskutiert. Verschiedene Religionspädagoginnen haben die je spezifische und aktuelle Situation von religionsunterrichtlicher Präsenz an der Schule in den einzelnen Ländern vorgestellt. Dorothea Foitzik hat zur vielgestaltigen Situation in der Schweiz berichtet, Dr. Hilary Mooney hat von der Situation in Irland erzählt und Dr. Jadranka Garmaz hat die Situation in Kroatien präsentiert.

Auf der Jahrestagung 2007 hatten wir den inhaltlichen Schwerpunkt „Elemente Inter­religiöser Pädagogik unter besonderer Berück­sichti­gung von Genderaspekten". Frau Dr. Annette Mehlhorn hat einen sehr ein-dringlichen Vortrag zum Thema „„Elemente Interreligiöser Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung von Genderaspekten" gehalten. Außerdem hat Dr. Stephanie Klein zum Thema „Zugänge zu Erfahrungen von Frauen – wissenschaftstheoretische Aspekte der Annäher­ungen" gesprochen. Zwei Qualifikationsprojekte wurden vorgestellt, von Annette Esser (Köln) zum Thema „Interkontexte feministischer Spiritualität – Impulse für die Religionspädagogik" und von Elisabeth Hennecke (Essen) zum Thema „Lernprozesse von Grundschulkindern in Lerntagebüchern und Interviews. Empirische Untersuchung zu lernpsychologischen und fachdidaktischen Perspektiven in der Entwicklung religiöser Vorstellungen".

Bei der Jahrestagung 2008 haben wir zum Thema „Feministische Theologie - Gender - Religionspädagogik: Unterscheidungen, Diskurse, Klärungen" gearbeitet und uns mit der Standort­­bestimmung gegenwärtiger Gender- bzw. Feministischer Forschung und ihrer Bedeutung für die Religionspädagogik auseinandersetzt. Mit ihrem Vortrag „Differenz als Kategorie der Religionspädagogik am Beispiel von Geschlechterkonstruktionen" bot Dr. Annebelle Pithan einen sehr guten Einstieg in das gemeinsame Arbeitsgespräch und den Prozess der eigenen Standortfindung. Es folgte ein Referat von Prof. Dr. Monika Jakobs zum Thema „Feminismus, Geschlechtergerechtigkeit und Gender – Perspektiven für die Forschung", indem der Blick noch einmal auf Geschichte und Anfänge des Gender-Diskurses gelenkt wurde. Sr. Dr. Thea Filipovic aktualisierte und konkretisierte die Thematik mit ihrem Vortrag „Die Frauen in der Kirche in Kroatien - unzufrieden mit ihrer Lage? Auto/Perzeption der Frauen und Männer bezüglich der Un/Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche in Kroatien". Angelika Fromm bereicherte die Tagung mit der Vorstellung des Sammelbandes „Feministische Theologie – Initiativen, Institutionen, Universitäten – Eine Erfolgsgeschichte". In ihrem Vortrag „Feministische Theologie – Gender – Religionspädagogik: Ausblicke in die Praxisfelder Schule, Erwachsenenbildung, Universität: wo sehen wir Entwicklungsfelder und –potentiale?" hat Dr. Stefanie Rieger-Goertz ihr Befunde präsentiert und wertvolle Vorarbeit geleistet und sämtliche katholische Universitäten und Hochschulen hinsichtlich der Verankerung der Kategorie Gender in ihren häufig anlässlich der Modularisierung neu verfassten Ausbildungsrichtlinien angefragt. Beim diesjährigen Treffen brachte Ina Kowaltschuk einen Beitrag aus ihrem Dissertationsprojekt ein „Menschenwürde als leibliches Geschöpfsein" ein. (siehe auch Bericht der Tagung).

Schwerpunktthema der Tagung 2009 war „Schulentwicklung und Gender". Dr. Sybille Becker (Mainz) und Dr. Angela Kaupp (Freiburg) hatten die inhaltliche Vorbereitung übernommen und führten mithilfe einer „Imagination der Traumschule" und einem Input „Schulentwicklung – was ist das?" in das Thema ein. Ein von ReligionslehrerInnen initiiertes Projekt „Geschlechtergetrennter Religionsunterricht" in den Klassen des 7. Jahrganges eines Gymnasiums und mögliche Anknüpfungspunkte für dieses Projekt im Sinne einer Fokussierung auf Gender und Schulentwicklung stellte Dr. Sybille Becker vor. Dr. Andrea Lehner-Hartmann und Mag. Edda Strutzenberger (Wien) referierte über „Geschlechter­gerechtigkeit und Schulentwicklung". Grundsätzliche Überlegungen zu Gender und Schulentwicklung wurden dabei ergänzt durch Erfahrungen aus Projekten in zwei Wiener Schulen. Dr. Ursula Kubera, Leiterin des katholischen Gymnasiums „Albertus Magnus Schule", teilte mit uns ihre Erfahrungen und Reflexionen zum Thema: „Als feministische Frau eine katholische Schule leiten und weiterentwickeln". Ebenso wurden zwei Forschungsprojekte vorgestellt: Dr. Claudia Gärtner (Münster): Idee eines wissenschaftlichen Netzwerkes „Bilder im Religionsunterricht, Bilder in religiösen Bildungsprozessen" und Dr. Silke Leonhard (Frankfurt): „Umgang mit Phänomenen des Leidens in der Schule".
 
Auf der Tagung 2010 wurde zum Thema „Spiritualität, Ritual und Performanz: Erfahrungen und Kriterien" gearbeitet, die von Dr. Silke Leonhard, Dr. Andrea Morgenstern und Dr. Stefanie Rieger-Goertz inhaltlich gestaltet wurden. Den erfahrungsorientierten Einstieg gestaltete Stefanie Rieger-Goertz zu „Spiritualität – ein Reizwort?". Danach folgten ein Vortrag zu „Ritual und Religionspädagogik" von Andrea Morgenstern und ein Vortrag zu „Performativität, Performanz und Religionsdidaktik" von Silke Leonhard. Am Nachmittag leitete Benita Joswig eine Glasmalerei an zum Thema „Im Schreiben Gott näherkommen. Einführung in die Temporäre Glasmalerei". Zudem wurden zwei Projekte vorgestellt: von Kim de Wildt zu „Der Apfelbaum Ritus: nicht-partizipierende, semi-strukturierte Beobachtungen von zu Riten in der Hauptschule in Nordrhein-Westfalen" und von Annegret Reese-Schnitker eine Soziale Photo-Matrix zu vergessenen Zusammenhängen in der Religionspädagogik.

Auf der Tagung (2011) ging es um "Bildungsräume in Zeiten wachsender Ungerechtigkeit".
Prof. Dr. Isa Breitmaier (Freiburg), Ina Schröder (Hannover) und Christiane Rösener (Hannover) hatten die inhaltliche Vorbereitung übernommen und führten mithilfe einer Vergegenwärtigung von persönlich erfahrener Ungerechtigkeit in die Thematik ein. Anhand der akribischen sozialethischen Betrachtungen von Doktorandin Christine Gasser (Kathol.-Theol. Fakultät, Wien), diskutierten wir die Reproduktion von Ungleichheiten im Bildungswesen und durch Bildung selbst und tasteten uns an die Frage heran, ob Bildung tatsächlich eine ethisch-politische Schlüsselfunktion in der Gesellschaft zu kommt. Bärbel Fünfsinn (Nordelbisches Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst, Hamburg) zeigte uns anhand ihrer Erfahrungen in Süd-Amerika, wie internationale Begegnungen Aspekte des Lernens von Gerechtigkeit aufzeichnen können. Prof. Dr. Isa Breitmaier (Freiburg) erzählte über ihre laufende Studie, in der nach neuen Wegen der Erwachsenenbildung sowie Begegnung von Erwerbstätigen und Arbeitslosen gesucht wird. Wir erfuhren etwas über verschiedene Lebenswelten und Perspektiven der Beteiligten und diskutierten über Schwierigkeiten und Chancen dieses Projektes. Konzepte für den RU an Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen, dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung sowie inklusive Grundschulen standen im Mittelpunkt des Vortrages von Juniorprof. Dr. Erna Zonne (Osnabrück). Diese Konzepte wurden mithilfe von Aktionsforschung in Zusammenarbeit mit mitwirkenden Lehrkräften und Studierenden entwickelt. Doktorandin Judith Wegener (TU Dresden) stellte ihr Dissertationsprojekt vor, in dem es einerseits um den Beitrag des Religionsunterrichts zur Förderung der Zuhörkompetenz geht und andererseits um die Frage, wie durch Zuhören religiöse Kompetenzen erworben und vertieft werden können.

Die Jahrestagung der Religionspädagoginnen der ESWTR tagte in diesem Jahr vom 17.-19.2.2012 im Exerzitienhaus der Franziskaner in Hofheim im Taunus zum Thema „Gutes (Über)Leben in Institutionen: Hindernisse, Herausforderungen, Strategien". Die Tagesleitung hatten Ass.-Prof. Dr. Silvia Arzt (Salzburg) und Dr. Annebelle Pithan (Münster) inne. Das Thema lockte viele interessierte Frauen aus Deutschland und auch aus dem europäischen Ausland an, sogar von der kroatischen Sektion war Sr. Dr. Ana Thea Filipovic da. Insgesamt tagten 14 Frauen zur Thematik „Gutes (Über)Leben in Institutionen: Hindernisse, Herausforderungen, Strategien". Hierbei standen vor allem die Fragen nach Karriere, Erfolg, persönlichen Plänen, Fortbildungen, Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung und wechselnden Erwartungen in verschiedenen Institutionen im Mittelpunkt. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von zwei Referentinnen, die maßgeblich mit ihren Vorträgen zum Tagungsthema beitragen sollten, wurde das Tagungsprogramm von der Tageleitung erfolgreich umstrukturiert, so dass auf anderem Weg intensiv und bereichernd getagt werden konnte. - Nach dem Einstieg, Kennenlernen und dem ersten Austausch zum Tagungsthema, folgten am Samstagmorgen Tipps und Strategien von Frauen in Institutionen. Hier gaben Prof. Dr. Agnes Wuckelt, Dr. Sybille Becker und Dr. Annebelle Pithan Input zu den Bereichen Universität, Schule und Bildungsinstitutionen, das sich auf die jeweilig persönlichen Strategien und den beruflichen Werdegang bezog. Die jeweiligen Referentinnen haben im Anschluss mit den anderen Frauen in Kleingruppen gearbeitet, um noch einmal über die eigenen Tipps und Strategien aber auch die Erfahrungen und Strategien der anderen Frauen ins Gespräch zu kommen. es auf den ESWTR Tagungen der Religionspädagoginnen üblich ist, so wurde auch auf dieser Tagung Raum geschaffen für die Vorstellung und Diskussion von Dissertation- und Habilitationsprojekten. Die erste Referentin am Samstag war Edda Strutzenberger (Wien) mit ihrem Dissertationsprojekt zum Thema „Dass Religion auch da mitspielt ... – die Bedeutung von Religion in Schule und Schulentwicklung. Eine empirische Studie", ihr schloss sich der Vortrag von Ass.-Prof. Dr. Andrea Lehner-Hartmann (Wien) zu ihrem Habilitationsprojekt „Subjektive Theorien zu religiösem Lernen" an. Der dritte Vortrag an Samstag wurde von Sr. Dr. Ana Thea Filipovic (Zagreb) zum Thema „Umgang mit Religiosität und Irreligiosität in der Schule der ehemals kommunistischen Länder" gehalten. Am Sonntag wurde nach einem kurzen Einstieg das letzte Dissertationsprojekt von Ina Schröder (Hannover) unter dem Thema „Evangelische Schulen ‚für alle’ – Wie Lehrerinnen Inklusion verstehen und umsetzen" vorgestellt. Vor dem Mittagessen reisten alle Frauen, inspiriert von der Tagung, angefüllt mit neuen Ideen und Strategien und der Vorfreude auf die nächste Tagung 2013, wieder ab (Bericht von Sarah-Luise Weßler).

2013 trafen wir uns Ende Januar zum Thema „Theologinnen in Organisationen. Potentiale erkennen und nutzen" in einer kleinen Gruppe und unter Vorbereitung von Prof. Dr. Angela Kaupp (Koblenz) und Prof. Dr. Annegret Reese-Schnitker (Kassel). Sehr intensiv haben wir uns mit zwei Einzelprojekten auseinandergesetzt: von Juniorprof. Dr. Ilona Nord zu „Inklusionsprozesse in Studium, Wissenschaft und Beruf. Religionslehrerinnen und Religionslehrer, die mit Sinnesbehinderungen leben" und von Prof. Dr. Stephanie Klein zum Thema: "Gewalt und Missbrauch in kirchlich geführten Heimen (1930-1970) und ihre fortwirkenden Strukturen: Ehemalige Heimkinder erzählen." Darüber hinaus haben wir unsere berufliche Situation reflektiert.

2014 hat die Tagung leider nicht stattgefunden.

2015 haben wir zum Thema "Biographieorientierung in religionspädagogischer Theorie und Praxis gendersensibel quergelesen" gearbeitet. Annegret Reese-Schnitker (Kassel) eröffnete mit einem Überblick zu „Biographieorientierung in der religionspädagogischen Theorie" das breite Feld des Lernens an der eigenen Biographie, an fremden Biographien und insgesamt im Zueinander von Person und Religion. Ulrike Witten (Halle) stellte das Lernen an fremden Biographien in verschiedenen aktuellen Curricula auf den Prüfstand und brachte Impulse aus ihrer Forschungsarbeit „Lernen an Biographien im diakonisch-sozialen Lernen" ein. Viera Pirker (Frankfurt) eröffnete Einblicke in das Lernen an der eigenen Biographie im Kontext der „Biographieorientierung in der Fort- und Weiterbildung von Lehrer/innen". Angela Kaupp (Koblenz) entwickelte „Kriterien biographischen Lernens mit Erwachsenen". Annegret Reese-Schnitker brachte für eine gemeinsame Analyse verschiedene biographie-thematisierende Unterrichtssequenzen aus einem Forschungsprojekt zum Unterrichtsgespräch im Religionsunterricht ein. Stephanie Theis (Gießen) hinterfragte mit prägnanten Thesen die feministische Bewegung bezüglich ihrer Haltung zum Thema Mutterschaft.

2016 ist die Jahrestagung leider ausgefallen. 

Auf der Jahrestagung vom 17. bis 19. Februar 2017 haben wir zum Thema "Religiöses Lernen in der Gesellschaft von morgen! Erzähl mir deine Zukunft...“ gearbeitet. Aus verschiedenen beruflichen Feldern haben wir die Herausforderungen für die Zukunft diagnostiziert. Margarete Stenger hat einen kompetenten Einblick aus Verlagsperspektive gegeben. Andrea Lehner-Hartmann hat zentrale Herausforderungen für die Religionspädagogik aus der Hochschulperspektive genannt. Manuela Wiedmaier hat grundständige Erfahrungen und Perspektiven als Religionslehrerin eingebracht. Dorothee Foitzik hat als Bildungsreferentin aus der Schweiz zukünftige Herausforderungen für religiöse Bildung beschrieben. Daneben haben auf der Grundalge des Aufsatzes von Linda Woodhead (Gendering Secularisation Theory (2005)) und anhand des Buches von Laurie Penny (Unsagbare Dinge, dt. 2015) über Genderperspektive auf Säkularisierungstheorien und Feminismus-Kritik diskutiert. 

Tagungsbericht von 2017 als pdf

 

Ich freue mich auf das kommende Treffen im nächsten Jahr und wünsche allen bis dahin eine gute, ertragreiche und lebendige Zeit,
mit einem herzlichen Gruß
Prof. Dr. Annegret Reese-Schnitker
 
Falls Sie Anfragen zu Vortragsthemen oder möglichen Referentinnen haben, können Sie sich ebenfalls an unsere Kontaktfrau, Prof. Dr. Annegret Reese-Schnitker, wenden.

 

23.2. bis 25.2.  2018 in Mainz verbindlich bis spätestens zum 5. Januar 2018