Religionspädagoginnen (Religious Education: German)
Contact: Juniorprof. Dr. Annegret
Reese-Schnitker (annegret.reese-schnitker@uni-osnabrueck.de)Who we are:
Our group is comprised of Evangelical and Catholic research scholars working in religious education, usually in Germany, but also in Austria and Switzerland, Lichtenstein and Croatia, whereas several of us work in schools and churches. We have been meeting once a year since 1996 for a weekend in which there are possibilities to present our own projects, to discuss relevant developments in religious pedagogue, and to talk about situations in our own contexts. We are open to interested women and are always glad to have new women join us and inspire our work.
Since this is a German language subject group, information about meeting dates and the group’s previous work will be available here in German only.
Einladung zur nächsten Jahrestagung vom 25. - 27. Februar 2011:
im Religionspädagogischen Studienzentrum Schönberg in Kronberg im Taunus.
Sehr herzlich will ich Sie und Euch zu unserer nächsten Jahrestagung einladen. Das Tagungsthema „Gerechtigkeit und Bildung in Gemeinde und Schule“ wird von Dr. Christine Rösner (Hannover), Ina Schröder (Hannover), Prof. Dr. Isa Breitmaier (Freiburg) und Dr. Manuela Wiedmaier (Würzburg) vorbereitet.
Die Tagung beginnt am Freitagabend, den 25. Februar mit dem Abendessen und endet am Sonntagmittag, den 27. Februar mit dem Mittagessen. Bitte machen Sie / macht Ihr auch Frauen, die noch nicht teilgenommen haben, auf diese Möglichkeit des überregionalen und überkonfessionellen Austauschs untereinander aufmerksam.
Tagungsverlauf:
Neben den thematischen Arbeitseinheiten gibt es in guter Tradition in diesen Tagen zusätzlich ausreichenden Raum:
- eigene Projekte/Arbeiten vorzustellen (zunächst Kurzvorstellung im Plenum und anschließend Vertiefung in Kleingruppen),
- zum informellen Austausch und gemeinsamen Kennenlernen,
- erneut die Möglichkeit kleine liturgische Elemente gemeinsam zu feiern.
Sollten Sie derzeit mit der Vorbereitung oder Realisierung einer Studie befasst sein, freuen wir uns, wenn Sie Ihre Überlegungen, Erfahrungen und Ergebnisse in Form eines Tagungsbeitrages einbringen könnten. Je nach Inhalt und Struktur Ihres Beitrages und der Zahl der bei mir eingegangenen Rückmeldungen kommen die Präsentationsformen eines kurzen Statements (viertelstündig) oder eines (halbstündiges) Kurzreferates mit jeweils anschließender Diskussion im Plenum oder in Kleingruppen in Frage. Ein Programm der Tagung basteln wir erst nach dem Eingehen von Vorschlägen zusammen. Von denjenigen, die Interesse haben, ihr Projekt vorzustellen, bitte ich um eine umgehende Rückmeldung spätestens bis zum 15. Dezember 2010.
Welche Frau nun Interesse und Lust auf anregenden Austausch unter leibhaftigen feministischen Religionspädagoginnen bekommen hat, ist herzlich eingeladen, sich zu unserem nächsten Treffen vom 25.2.-27.2.2011 in Mainz verbindlich bis spätestens zum 15. Januar 2011 bei mir anzumelden. (telefonisch, schriftlich oder per mail annegret.reese-schnitker@uni-osnabrueck.de). Wer vegetarische Kost wählen möchte, gibt dies bitte bei der Anmeldung an. Wer ein Einzelzimmer benötigt, gebe dies bitte auch an (nur begrenzt möglich). Die Übernachtungs- und Verpflegungskosten von voraussichtlich 120 Euro werden während der Tagung eingesammelt. Die Anmeldung schließt eine Unkostenübernahme bei kurzfristiger Absage mit ein. Einen inhaltlich detaillierten Verlaufsplan und eine Wegbeschreibung werde ich den Frauen, die sich angemeldet haben, rechtzeitig zuschicken.
Unsere gemeinsame Publikation:
Vor einigen Jahren haben wir gemeinsam ein Heft der Zeitschrift Religionspädagogische Beiträge mit dem Titel „Religionspädagogik feministisch“ gestaltet. In diesem Heft sind wir von der Anregung durch Ina Prätorius ausgegangen, Frauenforschung als eine Methode der Enttrivialisierung zu verstehen. Diesen Ansatz haben wir auf verschiedene Themen und Ebenen feministisch orientierter Religionspädagogik bezogen. Komplettiert wird das Heft durch eine aktuelle Bibliographie zum Bereich feministische Religionspädagogik. (zu beziehen für 12 Euro pro Heft über die Schriftleitung Religionspädagogische Beiträge:
E-Mail: rpb@theologie.uni-regensburg.de )
Was wir bisher gemacht haben:
Inhaltlich haben wir uns bei unserem Treffen 2000 in Mainz mit dem Ansatz von Annedore Prengel einer "Pädagogik der Vielfalt" auseinandergesetzt, ein in der (feministischen) Pädagogik viel rezipierter und auch umstrittener Ansatz.
Im März 2001 haben wir als Anknüpfung und Weiterführung des Ansatzes von Annedore Prengel zu Schlüsselthemen feministischer Religionspädagogik (z.B. Bildung als Befreiung, Religionspädagogische Relevanz von Frauengenealogie, Religiosität in Alltagsvollzügen von Frauen und Mädchen, Zur Relevanz feministisch-theologischer Forschung für die Behandlung der Gottesfrage im RU, Relevanz von kommunikativer Kompetenzen für RL, u.a.) gearbeitet.
Auf unserer Jahrestagung 2002 haben wir Konzepte einer Religionspädagogik aus einer beide Geschlechter berücksichtigenden Perspektive diskutiert und zum Erfahrungsbegriff der feministischen Theorien und deren Auswirkung auf die gegenwärtigen religionspädagogischen Debatten gearbeitet.
Auf dem Treffen 2003 wurden verschiedene Forschungsarbeiten vorgestellt: Jugendbilder (Arzt), Eine religionspädagogische Theorie und Praxis des Zusammenlebens im Kindergarten (Habringer-Hagleitner), Talkshows im Religionsunterricht (Faul-Burbes), Leib-Bildung-Geschlecht. Religionspädagogische Perspektiven (Becker), Lehren und Lernen in der Spur des ersten Testamentes (Breitmeier).
Auf der Tagung im Februar 2004 arbeiteten wir zum Thema „Wahrnehmung, Ästhetik und Religionspädagogik" und haben einzelne Forschungsprojekte kennen gelernt: Gottes-Bilder und religiöse Vorstellungen von Mädchen und Jungen. Eine vergleichende Studie anhand filmisch dokumentierter Malprozesse (Wiedmaier), Zur Reflexion des geschlechtsspezifischen Zugangs zu Single-Frauen. Bilanzierung der empirischen Ergebnisse und Ausblick (Reese), Geschichte der Kinderbibel (Reents), Die Beschreibung religiöser Atmosphären in narrativen Interviews als wissenschaftlicher Zugangsweg zur Erforschung der Bedingungen religiöser Lehr-/Lernprozesse? (Kaupp)
Ein Jahr später (2005) haben wir zum Thema „´Kommunikative Theologie - … und die Frauen?´ Kommunikative Theologie ein neuer Ansatz oder Postulate der feministischen Theologie (auch) in männlichem Kontext“ (geleitet von Heizer, Kaupp und Kraml) gearbeitet. Außerdem wurden Ergebnisse von aktuellen empirischen Projekten vorgestellt zum Thema „„Interreligiöses Lernen in Rotterdam“ (Zonne) und zur Fragestellung „Was zeichnet eine gelungene Religionsstunde aus? Ergebnisse aus einer empirischen Untersuchung angehender Grundschullehrer/innen!“ (Reese).
Im Jahr 2006 wurde das Thema „Religionsunterricht in Europa“ bearbeitet und diskutiert. Verschiedene Religionspädagoginnen haben die je spezifische und aktuelle Situation von religionsunterrichtlicher Präsenz an der Schule in den einzelnen Ländern vorgestellt. Dorothea Foitzik hat zur vielgestaltigen Situation in der Schweiz berichtet, Dr. Hilary Mooney hat von der Situation in Irland erzählt und Dr. Jadranka Garmaz hat die Situation in Kroatien präsentiert.
Auf der Jahrestagung 2007 hatten wir den inhaltlichen Schwerpunkt „Elemente Interreligiöser Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung von Genderaspekten“. Frau Dr. Annette Mehlhorn hat einen sehr eindringlichen Vortrag zum Thema „„Elemente Interreligiöser Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung von Genderaspekten“ gehalten. Außerdem hat Dr. Stephanie Klein zum Thema „Zugänge zu Erfahrungen von Frauen – wissenschaftstheoretische Aspekte der Annäherungen“ gesprochen. Zwei Qualifikationsprojekte wurden vorgestellt, von Annette Esser (Köln) zum Thema „Interkontexte feministischer Spiritualität – Impulse für die Religionspädagogik“ und von Elisabeth Hennecke (Essen) zum Thema „Lernprozesse von Grundschulkindern in Lerntagebüchern und Interviews. Empirische Untersuchung zu lernpsychologischen und fachdidaktischen Perspektiven in der Entwicklung religiöser Vorstellungen“.
Bei der Jahrestagung 2008 haben wir zum Thema „Feministische Theologie - Gender - Religionspädagogik: Unterscheidungen, Diskurse, Klärungen" gearbeitet und uns mit der Standortbestimmung gegenwärtiger Gender- bzw. Feministischer Forschung und ihrer Bedeutung für die Religionspädagogik auseinandersetzt. Mit ihrem Vortrag „Differenz als Kategorie der Religionspädagogik am Beispiel von Geschlechterkonstruktionen“ bot Dr. Annebelle Pithan einen sehr guten Einstieg in das gemeinsame Arbeitsgespräch und den Prozess der eigenen Standortfindung. Es folgte ein Referat von Prof. Dr. Monika Jakobs zum Thema „Feminismus, Geschlechtergerechtigkeit und Gender – Perspektiven für die Forschung“, indem der Blick noch einmal auf Geschichte und Anfänge des Gender-Diskurses gelenkt wurde. Sr. Dr. Thea Filipovic aktualisierte und konkretisierte die Thematik mit ihrem Vortrag „Die Frauen in der Kirche in Kroatien - unzufrieden mit ihrer Lage? Auto/Perzeption der Frauen und Männer bezüglich der Un/Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche in Kroatien“. Angelika Fromm bereicherte die Tagung mit der Vorstellung des Sammelbandes „Feministische Theologie – Initiativen, Institutionen, Universitäten – Eine Erfolgsgeschichte“. In ihrem Vortrag „Feministische Theologie – Gender – Religionspädagogik: Ausblicke in die Praxisfelder Schule, Erwachsenenbildung, Universität: wo sehen wir Entwicklungsfelder und –potentiale?“ hat Dr. Stefanie Rieger-Goertz ihr Befunde präsentiert und wertvolle Vorarbeit geleistet und sämtliche katholische Universitäten und Hochschulen hinsichtlich der Verankerung der Kategorie Gender in ihren häufig anlässlich der Modularisierung neu verfassten Ausbildungsrichtlinien angefragt. Beim diesjährigen Treffen brachte Ina Kowaltschuk einen Beitrag aus ihrem Dissertationsprojekt ein „Menschenwürde als leibliches Geschöpfsein“ ein. (siehe auch Bericht der Tagung).
Schwerpunktthema der Tagung 2009 war „Schulentwicklung und Gender“. Dr. Sybille Becker (Mainz) und Dr. Angela Kaupp (Freiburg) hatten die inhaltliche Vorbereitung übernommen und führten mithilfe einer „Imagination der Traumschule“ und einem Input „Schulentwicklung – was ist das?“ in das Thema ein. Ein von ReligionslehrerInnen initiiertes Projekt „Geschlechtergetrennter Religionsunterricht“ in den Klassen des 7. Jahrganges eines Gymnasiums und mögliche Anknüpfungspunkte für dieses Projekt im Sinne einer Fokussierung auf Gender und Schulentwicklung stellte Dr. Sybille Becker vor. Dr. Andrea Lehner-Hartmann und Mag. Edda Strutzenberger (Wien) referierten über „Geschlechtergerechtigkeit und Schulentwicklung“. Grundsätzliche Überlegungen zu Gender und Schulentwicklung wurden dabei ergänzt durch Erfahrungen aus Projekten in zwei Wiener Schulen. Dr. Ursula Kubera, Leiterin des katholischen Gymnasiums „Albertus Magnus Schule“, teilte mit uns ihre Erfahrungen und Reflexionen zum Thema: „Als feministische Frau eine katholische Schule leiten und weiterentwickeln“. Ebenso wurden zwei Forschungsprojekte vorgestellt: Dr. Claudia Gärtner (Münster): Idee eines wissenschaftlichen Netzwerkes „Bilder im Religionsunterricht, Bilder in religiösen Bildungsprozessen“ und Dr. Silke Leonhard (Frankfurt): „Umgang mit Phänomenen des Leidens in der Schule“.
Auf der letzten Tagung 2010 wurde zum Thema „Spiritualität, Ritual und Performanz: Erfahrungen und Kriterien“ gearbeitet, die von Dr. Silke Leonhard, Dr. Andrea Morgenstern und Dr. Stefanie Rieger-Goertz inhaltlich gestaltet wurden. Den erfahrungsorientierten Einstieg gestaltete Stefanie Rieger-Goertz zu „Spiritualität – ein Reizwort?“. Danach folgten ein Vortrag zu „Ritual und Religionspädagogik“ von Andrea Morgenstern und ein Vortrag zu „Performativität, Performanz und Religionsdidaktik“ von Silke Leonhard. Am Nachmittag leitete Benita Joswig eine Glasmalerei an zum Thema „Im Schreiben Gott näherkommen. Einführung in die Temporäre Glasmalerei“. Zudem wurden zwei Projekte vorgestellt: von Kim de Wildt zu „Der Apfelbaum Ritus: nicht-partizipierende, semi-strukturierte Beobachtungen von zu Riten in der Hauptschule in Nordrhein-Westfalen“ und von Annegret Reese-Schnitker eine Soziale Photo-Matrix zu vergessenen Zusammenhängen in der Religionspädagogik.
Ich freue mich auf das kommende Treffen im nächsten Jahr und wünsche allen bis dahin eine gute, ertragreiche und lebendige Zeit,
mit einem herzlichen Gruß
Juniorprof. Dr. Annegret Reese-Schnitker (Aachen im März 2010)
Falls
Sie Anfragen zu Vortragsthemen oder möglichen Referentinnen haben,
können Sie
sich ebenfalls an unsere Kontaktfrau, Juniorprof. Dr. Annegret
Reese-Schnitker,
wenden.