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Call for papers für die Ausgabe 2017 des ESWTR Jahrbuchs zum Thema „Reformation”

Das Jahrbuch der ESWTR spiegelt die je aktuelle theologische Forschung von Frauen in Europa. 2017 feiern wir 500 Jahre Reformation und widmen deshalb die Ausgabe 25/2017 des Jahrbuchs der ESWTR diesem Thema.

Dabei soll Reformation als eine Herausforderung thematisiert werden, die sich an jede Kirche und Glaubensgemeinschaft stellt. Die gegenwärtigen sozialen, politischen, ökonomischen, kulturellen, religiösen und kirchlichen Realitäten in Europa verlangen Reformen, erfordern verlangen Kreativität, brauchen freies Denken und befreiendes Handeln. Es geht dabei um „Vielfalt, Ökumene, Dialog der Religionen, Konzentration in säkularer Zeit, die Rolle der Frauen, Spaltung, Bildung, Freiheit, Rechtfertigung in der Leistungsgesellschaft und Globalisierung.” Die Reform und die Reformation ist somit nicht auf das historische Ereignis und die Lutherischen Kirchen beschränkt, sie gehören nicht nur zum Erbe der Kirchen. Reformation ist der theologisch ewig gegenwärtige Impuls für die Erneuerung als Aufforderung und Anforderung, besonders in schwierigen Zeiten. Aus dem der Reform und der Reformation innewohnenden Impuls der Freiheit entstand das Beharren auf einer Gewissensfreiheit, die eine unantastbare Instanz der Verantwortung vor Gott und der aus ihr folgenden Selbstbestimmung bildet . Wie lässt sich dieser Impuls zur Freiheit angesichts der vielfältigen Herausforderungen in Europa - schemenhaft mit Genderphobie, Xenophobie, Antisemitismus oder Islamophobie skizziert - theologisch und feministisch, kirchlich undinterreligiös, wissenschaftich und dialogorientiert diskutieren? Was muss politisch und feministisch in den Theologien und Theorien unternommen werden, so dass sie pluralistische und prophetische Veränderungen befördern? Welche feministischen und politischen Impulse in den theologischen Wissenschaften befördern prophetische Veränderungen im pluralistischen Kontext? Welche Beiträge können Theologie und Relgionswissenschaften zu den Prozessen der Humanisierung der Gesellschaft leisten? Welche kritische feministische Analyse sollen sie entwickeln und inspirieren? Wie können die historischen vier Axiome Martin Luthers, formuliert als “Solus Christus”, “Sola gratia”, “Sola scriptura” und “Sola fide” heute inspirierend für die gegenwärtigen Theologinnen und Religionswissenschaftlerinnen werden?

Für das Jahrbuch 25/2017 erbitten wir Beiträge, die auf die oben genannten Fragen zu antworten versuchen und sich mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Feministische Ansätze aus der Reformation und der aus ihr folgenden Politik der Erneuerung
  • Reformation: eine theologische Struktur zur Veränderung
  • Reformation als Kritik der Menschenfeindlichkeit in Glaube und Alltag, Kirche(n) und Religion(en)
  • Reformation und Bibel zwischen Erneuerung und Bewahrung
  • Reformation heute: Frauen in Theologie und Gesellschaft
  • Zwischen Reformation und Deformation: Frauen in Zeit und Gesellschaft, Kirche und Wissenschaft
  • Reformation als wertkonservative Protestbewegung oder als gesellschaftliche Erneuerung
  • Reformation und Veränderung – Weiterführung einer feministisch-theologischen Debatte • Reformation und interreligiöser Dialog

Wir bitten um die Einreichung eines 250 Wort langen abstracts bis zum 31.5.2016, gern auch mit einem thematisch passenden, hier nicht genannten Thema.

Eine Rückmeldung für die Einreichung des kompletten Artikels erfolgt zum 30.6.2016.

Abgabetermin für vollständige Beiträge: 15.10.2016

Die Artikel können wahlweise in Englisch, Deutsch oder Spanisch eingereicht werden unter:

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Die wissenschaftlichen Beiträge sollten max. 20.000–30.000 Zeichen, einschließlich Leerzeichen, umfassen. Bitte fügen Sie eine Zusammenfassung von maximal 250 Wörtern und eine kurze Autorinnenbiographie von maximal 50 Wörtern bei.

Alle Beiträge, die beim ESWTR Jahrbuch eingereicht werden, werden von den Herausgeberinnen gesichtet und anschließend beidseitig anonymisiert begutachtet, d.h. sie durchlaufen ein Double-blind-peer-review-Verfahren.
Nur Beiträge, die auf Muttersprachniveau geschrieben oder übersetzt und korrigiert sind , und die dem Zitierformat entsprechen, können akzeptiert und zur Begutachtung weitergeleitet werden! Das Stylesheet ist auf der Homepage des Jahrbuchs zugänglich bzw. kann es von den Herausgeberinnen erbeten werden (siehe oben).


Bei Fragen oder für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sabine Dievenkorn, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.