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Historische Theologie der Neuzeit und der neuesten Zeit

Am 23. September 2000 wurde die Fachgruppe Historische Theologie der Neuzeit und der neuesten Zeit gegründet. Die Gruppe ist deutschsprachig aber für alle offen. Sie besteht aus historisch arbeitenden Frauen, die ihren Untersuchungsgegenstand im Zeitraum vom 16. bis 20. Jahrhundert finden und die Anliegen theologisch-historischer Frauenforschung miteinander diskutieren und vertiefen wollen.

Bei Interesse zur Mitarbeit bitte wenden an:

Dr. theol. Rajah Scheepers
Universität Erfurt
Universitärer Schwerpunkt Religion
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Homepage: http://www2.uni-erfurt.de/schwerpunkt-religion/scheepers/
E-Mail: Dr. theol. Rajah Scheepers


Anliegen theologisch-historischer Frauenforschung - wie wir sie sehen

Als Anliegen theologisch-historischer Frauenforschung sehen wir an:

  • Geschlecht ('Gender') als eine analytische und theoretische Kategorie, als ein konstitutives Element der sozialen Beziehungen, in dem Machtbeziehungen ausgedrückt werden, zu betrachten.
  • Historisch wechselnd umschriebene und erfahrene (weibliche) Geschlechtsidentitäten mit sich verändernden gesellschaftlichen, kirchlichen und theologischen Kontexten zu verknüpfen.

Historisch-Theologische Frauenforschung ist:

  • Forschung über Frauen
  • Forschung aus der Sicht von Frauen
  • Forschung, welche die feministische Perspektive einbezieht
  • Erforschung der Geschlechterbeziehungen
  • Untersuchungen zur Entwicklung der gesellschaftlichen Konstruktion der Geschlechter in den einzelnen historischen Epochen unter unterschiedlichen politischen Bedingungen
  • Wissenschaftskritik: Dekonstruktion der bisherigen Kirchengeschichtsschreibung (u.a. durch Aufdeckung des androzentrischen Blickwinkels und Ideologiekritik), Veränderung von Forschungsparadigmen.

Dies bedeutet für die Arbeit:

  • Frauen als Subjekte der Geschichte zu verstehen
  • Alltagserfahrungen von Frauen ins Zentrum des Interesses zu stellen
  • Religiöse und theologische Texten unter dem Aspekt der darin transportierten Geschlechtermetaphorik zu analysieren
  • Eine die Genuskategorie einbeziehende Geschichte zu schreiben.